fsa*2026

Ein feministisches Trotzdem
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Die Anmeldung für die diesjährige fsa* 2026 ist nun möglich! Zur Anmeldung gelangt ihr hier:

Der Spätsommer hält dieses Jahr wie immer nur für FLINTA*s eine mini-fsa* bereit! Trotz Kürzungen und Backlashes lassen wir uns nicht unterkriegen und freuen uns, dieses Jahr eine Ein-Tages-fsa* am Samstag, den 19. September 2026 in Berlin zu organisieren: ein feministisches Trotzdem!

Mit der vollen queer-feministischen Power, die wir von den fsa*s gewöhnt sind, erwarten euch spannende Workshops zu u. a. feministischer DIY-KI, dem richtigen Entgegentreten rechter Aussagen, kreativem Schreiben, dem Zusammenhang von Anti-Ableismus und Feminismus sowie der Kinder-Frage.

In einem Rahmenprogramm von 10 Uhr bis etwa 18:30 Uhr sind zwei Workshop-Slots und auch eine gemeinsame Mittagspause, in der ihr mit leckerem vegan-vegetarischem Essen versorgt werdet, vorgesehen. 

Insgesamt stehen euch sechs Workshops zur Auswahl, von denen ihr je am Vor- und Nachmittag einen belegen könnt.

Wir freuen uns auf euch!

Workshopbeschreibungen

"Feministische DIY-KI - Workshop von Katharina Klappheck

KI ist überall und nach den Versprechen von Unternehmen und Polititk bald noch präsenter. Höchste Zeit also zu fragen, ob das wirklich so toll und wünschenswert ist. In diesem Workshop nehmen wir die angebliche Neutralität von Künstlicher Intelligenz kritisch unter die Lupe und decken auf, wie systematische Verzerrungen (Bias) entstehen und wirken. Aber wir werden uns auch mit der Frage beschäftigen, wie sollte eine KI aussehen, die unsere Zukunft besser macht. Wir werden unsere eigenen feministische KI Prototypen bauen. Frei nach dem Motto: Weniger Patriachat mehr Lego!

"Sprachlosigkeit überwinden: Rechten Aussagen entgegentreten"- Workshop von Ulla Scharfenberg

Rechte, antifeministische Aussagen können uns jederzeit begegnen: im Familienkreis, am Arbeitsplatz oder bei einem Vereinsfest. Dieser Workshop unterstützt dabei, Strategien zu erlernen, um solchen Situationen selbstbewusst und wirkungsvoll zu begegnen. Es geht im Workshop weniger um das Argumentationstraining; vielmehr steht die Stärkung der eigenen Handlungskompetenz im Mittelpunkt. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen und mit schwierigen Gesprächssituationen sicher(er) umzugehen. Zudem haben Selbstfürsorge und Resilienz ihren Raum: Wie können wir nach belastenden Erfahrungen gut für uns selbst sorgen und uns für künftige Situationen wappnen?

"Donna Haraway- Geschichten erzählen für irdisches Überleben"- Workshop von Senta

Ebenso bedeutend wie interdisziplinäres wissenschaftliches Denken ist für die feministische Philosophin und Biologin Donna Haraway das fiktionale Erzählen. „Storytelling for earthly survival“ lautet ein Dokumentarfilm über Haraway und wird auch zum Thema dieses Workshops.

Wie können Geschichten von Gaia, dem*der Cyborg, des Sich-verwandt-machens, dem Matsutake-Pilz oder queerfeministischer Science Fiction unseren Blick auf die Gegenwart verändern? Zwischen Verzweiflung und Hoffnung kann „spekulatives Fabulieren“ Möglichkeiten für besser lebbare Welten aufzeigen. Es geht Haraway dabei nicht darum, etwas Neues und Anderes zu imaginieren, sondern das Andere in der Gegenwart zu sehen, die immer auch belastet, herrschaftsförmig und destruktiv ist. Eine Gegenwart, in der es keine unschuldigen Wesen gibt, in der es aber einen Unterschied macht, wie und von wem unsere Geschichten erzählt werden.

Nach einer kleinen Einführung in Haraways tentakuläres Denken versuchen wir selbst die Fäden in die Hand zu nehmen und Anfänge von Geschichten zu knüpfen, die Optionen eines nicht-unschuldigen Überlebens in einer kontaminierten Welt aufzeigen.

"Anti-Ableismus und Feminismus - Wie und warum gehört das zusammen?"- Workshop von Anna

Im Workshop beschäftigen wir uns mit wichtigen Ereignissen der deutschen Behindertenbewegung. Wir richten unseren Blick auf die strukturelle Diskriminierung von behinderten Menschen. Danach beschäftigen wir uns mit Alltagssituationen, die Normen und verschiedene feministische Positionen aus antiableistischer Perspektive hinterfragen. Gemeinsam versuchen wir eine feministische Perspektive auf Ableismus und eine antiableistische Haltung in unserem femininistischen Handeln zu finden.
Der Workshop wird von Anna (Sozialpädagogin, Autorin, und Aktivistin für ein selbstbestimmtes Leben) von der Initiative Anti-Norm aus Potsdam angeleitet.

Das Zine - Mini Magazin mit feministischem Kampfgeist - Workshop von Pia

Wer schon einmal ein Zine gestaltet hat weiß wie viele Emotionen und Kampfgeist es in sich tragen kann. Aus einem einfachen DinA4 Blatt gefaltet entsteht ein mehrseitiges Heftchen voller Kollagen, Forderungen, Haltungen und Aktivismus. Auseinandergefaltet lässt es sich leicht mit einem Drucker vervielfältigen und somit verwundert es nicht, dass das Zine seit den 70ern einen Aufschwung erhält und essentieller Bestandteil politisch feministischer Aktionen wie der „Riot Grrrl“ Szene war.

Im 2,5 stündigen Workshop bekommt ihre einen Überblick über die Geschichte, Gestaltungsformen und heutiger feministischer Bedeutung von zines und habt anschließend genug Zeit selbst Zine(s) zu erstellen und zu gestalten. Bringt gerne Scheren und Kleber mit und falls ihr da habt auch Prospekte, Zeitungen oder Reklame

"Die Kinderfrage"- Workshop von Sarah Diehl

Die Entscheidung, ob Du Kinder willst oder nicht, berührt Dein ganzes Leben und wirft viele Fragen auf. Der Workshop soll Menschen den Raum bieten, ohne Druck und jenseits von den an sie gerichteten Erwartungen und Konventionen über das Thema Kinder und

Elternschaft nachzudenken. Das Ziel ist es, einschränkende Denkmuster zu verlassen und in einen guten Kontakt mit Dir selbst zu kommen, um Deine eigene Entscheidung zu treffen und Dir Deiner Handlungsoptionen bewusst zu werden.

Infos

Wo findet die fsa* 2026 statt? 

Bundesstiftung für Gleichstellung

Karl – Liebknecht – Str. 34
10178 Berlin

Kosten

  • Soli Preis (15 Euro)
  • Normal Preis (25 Euro)
  • Förder*innen Preis (35 Euro)

Fragen?

Dann schick uns gerne eine Mail an: anmeldung@feministische-sommerakademie.org